Schon gewusst?

Bevor wir zu den Übungen kommen, ein kurzer Aha-Moment für dich: Wusstest du, dass Hunde Meister darin sind, Schmerzen zu kaschieren? In der Natur bedeutet Schwäche Gefahr. Wenn dein Hund also "nur ein bisschen langsamer" wird, ist das oft schon sein deutliches Signal an dich, dass der Bewegungsapparat Unterstützung braucht.

3 einfache Übungen für fitte Pfoten (Home-Edition)

Diese Übungen kannst du ohne teures Equipment in deinen Alltag integrieren. Sie fördern die Koordination, stärken die Tiefenmuskulatur und machen obendrein Spaß!

1. Das „Elefanten-Tippeln“ (Vorderhand-Targeting)

Was es bringt: Stärkt die Schultermuskulatur und verbessert das Körpergefühl der Vorderpfoten.

  • So geht’s: Such dir eine rutschfeste Erhöhung (ein dickes Buch, eine niedrige Fußbank oder ein stabiles Kissen). Lass deinen Hund die Vorderpfoten daraufstellen.

  • Die Übung: Führe deinen Hund mit einem Leckerli ganz leicht im Halbkreis um die Erhöhung herum, während die Vorderpfoten auf dem Objekt bleiben. Er muss also mit den Hinterbeinen „umherwandern“.

  • Dauer: 3–5 Wiederholungen pro Seite.

2. Isometrisches Krafttraining (Sanftes Drücken)

Was es bringt: Aktiviert die Tiefenmuskulatur, ohne die Gelenke zu bewegen – perfekt für Senioren oder Hunde in der Reha.

  • So geht’s: Dein Hund steht entspannt auf festem Untergrund.

  • Die Übung: Lege deine Hand sanft an die Seite seiner Schulter oder Hüfte und übe einen ganz minimalen Druck aus (als würdest du ihn leicht zur Seite schieben wollen). Dein Hund wird instinktiv dagegenhalten, um das Gleichgewicht zu bewahren.

  • Dauer: Halte den Druck für 2–3 Sekunden, dann lass locker. 5 Mal pro Seite.

3. Das Cavaletti-Wohnzimmer (Bewusste Bewegung)

Was es bringt: Fördert die Gelenkbeweglichkeit und die Konzentration.

  • So geht’s: Lege Besenstiele, aufgerollte Handtücher oder Poolnudeln in gleichmäßigen Abständen auf den Boden (wie eine kleine Leiter).

  • Die Übung: Führe deinen Hund im ganz langsamen Schritt über die Hindernisse. Er soll jedes Bein bewusst heben und nicht darüber hinweghetzen.

  • Dauer: 3–4 Durchgänge. Langsamkeit ist hier der Schlüssel zum Erfolg!

Wichtig: Achte immer darauf, dass dein Hund Spaß hat. Bei Anzeichen von Stress oder Schmerz brich die Übung sofort ab. Die Übungen ersetzen keine Therapie, sondern unterstützen sie!